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Nordische Filmtage Lübeck: NDR Filmpreis für isländisches Drama „Weißer weißer Tag“

Autor: CIS am 03.11.2019

Filmtage

Das isländische Drama „Weißer weißer Tag“ („Hvítur, hvítur dagur“) von Regisseur Hlynur Pálmason erhält den NDR Filmpreis der 61. Nordischen Filmtage Lübeck. Der Film würde mit „… spielerischer Leichtigkeit die tiefe Verzweiflung eines großen Verlustes auffächern.

In ungewöhnlichen, genau beobachteten Szenen begegnen sich die Figuren auf Augenhöhe und entfalten dabei eine immense Kraft und Komik. Mutiges Filmemachen, getragen von atemberaubendem Erfindungsgeist und großer Bildkraft“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Hauptdarsteller Ingvar E. Sigurdsson nimmt den Preis am heutigen Sonnabend, 2. November, im Rahmen einer Gala im Theater Lübeck entgegen.

Foto: Malzahn / Nordische Filmtage

Insgesamt 18 Produktionen konkurrierten um die Auszeichnung, die an „Spielfilme von besonderer künstlerischer Qualität“ verliehen wird. Der mit 12.500 Euro dotierte NDR Filmpreis ist der Hauptpreis der Nordischen Filmtage Lübeck und wird bereits seit 1990 vom NDR ausgelobt.

 

"Im NDR Landesfunkhaus Schleswig-Holstein haben wir einen intensiven Blick ins Baltikum und nach Skandinavien. Das ist ein spannender Kulturraum, über den wir gerne und intensiv berichten und der in Deutschland oft nicht die Beachtung erfährt, die er verdient hätte. Die Nordischen Filmtage Lübeck sind ein toller Anlass, um das zu ändern. Als verdienter Siegerfilm ist ‚Weißer weißer Tag‘ dafür ein wunderbares Beispiel", sagte Bettina Freitag, Stellvertreterin des NDR Landesfunkhausdirektors Schleswig-Holstein.

 

„Weißer weißer Tag“ erzählt die Geschichte von Ingimundur, der nicht über den Tod seiner Frau hinwegkommt. Als Hinweise auftauchen, dass sie ihn betrogen hat, bricht der Schmerz wieder hervor. Er verdächtigt einen Mann aus dem Ort der Affäre und steigert sich zunehmend in diese Idee hinein, wobei er auch zu brachialen Mitteln greift. Ein isländisches Sprichwort sagt, an bestimmten, „weißen“ Tagen sei es möglich mit Toten zu sprechen. In solch eine Zwiesprache mündet dieses Psychogramm eines verhärteten Mannes.

 

Zur fünfköpfigen Jury des NDR Filmpreises gehörten in diesem Jahr der Dramaturg und Drehbuchautor Thomas Hailer, die Schauspielerin Julia Hartmann, der Produzent Sebastian Weyland, der Schauspieler Stephan Szász und Philine Rosenberg, aus der NDR Redaktion Film, Familie und Serie.

PM: NDR


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